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Business Software Development: Stefan Grünwald im Interview

Im Herbst 2018 startet an der FH CAMPUS 02 der neue duale Bachelor-Studiengang Business Software Development. Ein Gespräch mit Studiengangsleiter Stefan Grünwald über die Bedeutung von dualen Studiengängen, Partnerunternehmen und die Unterschiede zur berufsbegleitenden Studienform.

 

Was bedeutet es, dual zu studieren?

Bei einem dualen Studium besteht eine enge Verbindung und Integration zwischen beruflicher Praxis und dem Studium an der Fachhochschule. Im Unterschied zum berufsbegleitenden Studium sind die dualen Phasen in den Unternehmen noch stärker auf die Lernzielerreichung im Studium fokussiert. Das heißt, dass die Studierenden von Unternehmensbetreuerinnen und -betreuern und auch von uns begleitet werden. Damit gibt es eine ganz enge Verschränkung zwischen Hochschulausbildung und beruflicher Praxis.

 

Wie wird die niedrige Präsenzzeit an der Fachhochschule ausgeglichen?

Durch eine Lernzielerreichung in den Unternehmen. Die betriebliche Arbeit ist mit Inhalten im Studium verknüpft. Wir haben in der dualen Phase ein Zeitmodell gewählt, das einzigartig ist. Klassischerweise sind duale Studiengänge immer in Blöcken mit drei Monaten Fachhochschule und drei Monaten im Unternehmen angelegt. Wir haben aber gesehen, dass das in der Software- und IT-Branche schwer umsetzbar ist, deswegen haben wir ein anderes Zeitmodell gewählt: Studierende sind Montag und Dienstag an der FH und arbeiten von Mittwoch bis Freitag im Unternehmen. Damit sind die Studierenden das ganze Jahr über im Unternehmen und können so auch in Projekten mitarbeiten.

 

Welche Partnerunternehmen unterstützen das duale Studium der FH CAMPUS 02?

Unsere Partnerunternehmen sind das „Who is Who“ der steirischen Wirtschaft. Schwerpunktmäßig zählen IT- und Softwareunternehmen, aber natürlich auch große Namen wie ANDRITZ, AVL, Magna, Siemens oder bekannte Unternehmen in der Gesundheitsbranche wie die KAGes dazu. Daneben kooperieren wir auch mit Kleinunternehmen in der Softwarebranche und auch mit Branchen, an die man nicht denkt, wie Versicherungen und Banken. Jede Branche ist mit IT durchdrungen.

 

Warum wurde gerade in der Studienrichtung IWI ein duales Studium etabliert?

Gesellschaftlich ist erkannt worden, dass der MINT-Bereich für den Standort Österreich und für den Standort Steiermark ganz essentiell ist. Durch ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung namens „Zukunft Hochschule“ haben wir uns mit anderen Informatikhochschulen verbunden. Aus diesen Gesprächen ist die Idee geboren worden, in Kooperation mit der FH JOANNEUM und der TU GRAZ ein neues Informatikangebot zu schnüren. Das wurde sehr schnell in einem Jahr umgesetzt. Über allem steht hier der Bedarf der Unternehmen, da es gerade im Großraum Graz bzw. in der Steiermark einen Engpass an Nachwuchskräften für den Informatikbereich gibt.

 

Was sind die Vorteile von einem dualen Studium gegenüber einem berufsbegleitenden Studium?

Berufsbegleitende Studierende haben meistens schon Praxiserfahrung und Know-How, da sie vor dem Studium schon einige Jahre Arbeitserfahrungen gesammelt haben. Ein duales Studium ist so ausgerichtet, dass man direkt nach der Matura einsteigen kann und nach einem Jahr Vollzeitstudium mit Basisausbildung in der Informatik sehr schnell in das Berufsleben einsteigen kann. Man hat beides: Die Hochschulausbildung und die Berufspraxis und – mit höchster Wahrscheinlichkeit – auch den ersten Job.

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