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METSET

Zeitraum: 01.10.2021 – 30.09.2022
Kontakt: Mag. Stefanie Hatzl, PhD, FH CAMPUS 02
Kooperationspartner: Fördergeber: Land Steiermark, Green Transformation, Projektleitung: FH CAMPUS 02, IT & Wirtschaftsinformatik, Projektpartner: Karl-Franzens-Universität, Institut für Systemwissenschaften Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung

Identifikation von Meinungsbildern, Enablertechnologien und Technologieadoptionspfaden smarter Energietechnologien


Mit dem Green Deal will Europa bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden, wobei die Energiewende eine große Rolle spielt. Um ein dezentrales, auf erneuerbare Energiequellen basierendes, sicheres Energiesystem zu etablieren setzt der Green Deal auf die Entwicklung eines vollständig integrierten, vernetzen und digitalisierten EU-Energiemarkt. Auf haushaltsebene kommen hierbei intelligente Technologien, sogenannte Smart Home Anwendungen ins Spiel. Neben smarten Entertainment-, Sicherheits- oder Komfortanwendungen finden sich gezielt Smarte Energietechnologien (SET) (z.B. Smart Meter, Energiemanagementsysteme (EMS), etc.), die Energieeffizienz ermöglichen, Sektorkoppelung fördern (z.B. E-Mobilität), mit dem Energiesystem kommunizieren oder die Integration von erneuerbaren Energien ermöglichen. SET können zur Optimierung, Stabilität und Erhöhung der Resilienz des Energiesystems beitragen, indem Komponenten, Netze und Akteure intelligent miteinander interagieren können. Welchen Beitrag die Digitalisierung zur grünen Transformation schlussendlich leistet ist in vielen Punkten noch offen. METSET fokussiert dabei 2 Fragestellungen.

 

Das Meinungsbild, das bezüglich SET vorherrscht, bestimmt auf der Ebene einzelner Haushalte deren Akzeptanz und Nutzungsbereitschaft (Mikroebene) und folglich auf einer Makroebene die Verbreitung der Technologien. Um eine Aussage über den Beitrag der Digitalisierung – d.h. spezifisch SET – zur grünen Transformation zu machen, ist es von Relevanz das Meinungsbild über SET (d.h. Einstellung, Werte, Bedürfnisse, etc.) bei (potenziellen) Nutzer*innen zu kennen.

Welche Typen von SET-Meinungsbildern (Personas) findet man vor?

 

Haushalte agieren mit ihren Entscheidungen SET zu kaufen und zu nutzen als aktive Akteure (u.a. Prosumer) der Energiewende. Fraglich bleibt dabei, welchen Stellenwert die Übernahme von SET in Relation zu anderen Energietechnologien und anderen smarten Technologien einnimmt. Beeinflusst die Anschaffung einer Technologie die Anschaffung einer anderen Technologie? Gibt es Muster in der zeitlichen Anschaffung von Technologien der Haushalte und wenn ja: Wie sieht solch ein Technologieadoptionspfad (TAP) demnach aus?

Welchen Stellenwert nehmen SET im Technologieadoptionspfad von Haushalten ein?

 

 

Eine Typisierung von SET-Nutzer*innen und Erkenntnisse über mögliche Muster in der Anschaffung smarter (Energie-)Technologien unterstützt eine bedürfnisorientierte Entwicklung und Gestaltung von SET im Rahmen des Service Engineerings. SET-Personas können ein klares Bild von Zielgruppen geben, wobei emotionale und praktische Ziele berücksichtigt werden, die über die Zeit hinweg stabil einen präzisen Bezugspunkt in den verschiedenen Phasen des Designs darstellen.

 

 

 

Um das Forschungsziel zu erreichen, wird im Projekt METSET folgendermaßen vorgegangen:
Exploratives qualitatives Forschungsdesign:

    • Q-Methode zur Entwicklung des Messinstrumentes, das der Erhebung von Meinungsbildern dient
    • Fokusgruppen- und Einzelinterviews im Rahmen der Q-Methode und zur Generierung eines tieferen Verständnisses für den Zeitpunkt und Gründe der Anschaffung smarter (Energie-)Technologien

Quantitatives Forschungsdesign: Repräsentative Umfrage zur

    • Erhebung von Meinungsbildern und
    • Erkundung von TAP, als Muster der Technologieanschaffung

Argumentativ-deduktive Analyse zur Ableitung von Gestaltungsmaßnahmen für SET im Rahmen des Service Engineerings

 

 

  1. Erkenntnisse über die zeitliche Anschaffungsreihenfolge von Technologien (ggf. Muster von Technologieadoptionspfaden)
  2. Erhebungsinstrument zur Ermittlung von SET-Personas, bzw. typische Meinungsbilder zum Thema SET
  3. Maßnahmenempfehlung für die Gestaltung von SET als Energiedienstleistungen

 

 

 

 

Fördergeber: Land Steiermark, Green Transformation
Projektleitung: FH CAMPUS 02, IT & Wirtschaftsinformatik

 

  

 

 

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