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Innovationskraft in der DNA

Als die FH CAMPUS 02 1996 als erste Fachhochschule für Berufstätige startete, so galt dies als Novum und damit besonders innovativ. Kein Wunder also, dass sich unsere FH 2005 mit der Studienrichtung Innovationsmanagement ihr Studienrichtungs-Portfolio komplettierte – denn auch wir haben Innovationskraft in unserer DNA. 

Als Innovation wird heutzutage fast alles bezeichnet, das irgendwie „neu“ ist. Manches zurecht, vieles zu Unrecht. Ursprünglich stammt das Wort vom lateinischen „innovare“ ab und bedeutet „erneuern“. Es umschreibt daher nicht nur den kreativen Aspekt, etwas Neues zu erschaffen, sondern auch etwas Bestehendes zu verbessern oder zu erneuern, wobei die Grenzen jedoch fließend sind. Aber was macht nun die besondere DNA eines Innovators*einer Innovatorin aus? Und was macht diese Studienrichtung so erfolgreich?

„Wir wollen die Zukunft gestalten, anstatt die Gegenwart zu verwalten“, meint Mastermind und Studiengangsleiter Hans Lercher dazu treffend, der nicht nur in seiner Publikation immer das „Big Picture“ vor Augen hat. Deshalb holt er sich auch gerne Querdenker*innen in den Studiengang, die Selbstverständliches hinterfragen, Widersprüchliches beobachten, an Hindernissen experimentieren und daraus vernetzt Erfolge generieren. Und dies wiederum trägt auch zum Wettbewerbsvorteil von Unternehmen bei. Nur wenn ein Unternehmen Innovation als Teil der Unternehmens-DNA versteht, wird es langfristig am Markt bestehen können. So bildet die Studienrichtung einen wichtigen Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Steiermark. Und darüber hinaus auch das 2006 gegründete und an die Studienrichtung angekoppelte Innolab. Von der WKO Steiermark unterstützt, begleitet das Innolab ab diesem Zeitpunkt Menschen bei der Realisierung innovativer Geschäftsideen bzw. beim Restart-up bestehender Unternehmen.

Unternehmen statt unterlassen

Und das Unternehmertum wird in der Studienrichtung hochgehalten: In den mittlerweile 16 Jahren, die seit dem Start der Studienrichtung vergangen sind, sind insgesamt 115 Unternehmen daraus gegründet worden. Die Studierenden wissen genau, dass eine gute Idee erst dann eine echte Innovation ist, wenn sie auch Erfolg bringt. Es liegt also auf der Hand, dass die Alumni des Studiengangs ebenfalls die Innovationskraft in ihrer DNA haben. Doch die Anforderungen des Markts haben sich im Laufe der 16 Jahre verändert und so muss auch die Studienrichtung selbst immer am Puls der Zeit sein – ja, eigentlich dieser noch einen Schritt voraus, will sie doch die Innovator*innen der Zukunft ausbilden. Waren es anfangs noch stärker Produkt- oder Prozessinnovationen, so spürt man heute auch hier sehr deutlich den Sprung ins digitale Zeitalter. „Das Thema Innovation wird also insgesamt breiter, Geschäftsmodelle werden z.B. immer wichtiger, auch das Thema Digitalisierung. Ich hoffe, dass künftig in Unternehmen Innovation zum Breitensport wird, in der sich alle als Innovator*innen verstehen und INNO-Manager*innen das kanalisieren“, schätzt Hans Lercher die Zukunft des Innovationsmanagements ein. So kommt es nicht von ungefähr, dass sich Hans Lercher als Gesprächspartner den ehemaligen Studenten und Blockchain-Experten Lukas Götz eingeladen hat. Er hat mit 2 weiteren Gesellschaftern das Unternehmen block42 gegründet, welches er als CEO leitet. Er unterstützt Unternehmen dabei, das Potential der Blockchain-Technologie zu erkennen und einzusetzen. Lukas Götz meint: „Ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Das Studium hat mir echt viel mitgegeben, wo ich heute noch aufbauen kann. Und deshalb würde ich es heute auch nicht anders machen.“

Restart-up for the future

Gerade die Corona-Krise hat sehr eindrücklich gezeigt, wie schnell Unternehmen auf äußere Rahmenbedingungen reagieren und sich anpassen müssen, um bestehen zu können. Neue Absatzmärkte, Geschäftsmodelle, Distributionskanäle mussten gefunden und erfolgreich bespielt werden. Viele mussten sich auf ihre Stärken besinnen, aber dennoch ein komplettes Restart-Up durchlaufen – und das unter höchstem Zeitdruck. Gewiss passiert dieser Prozess bestenfalls nicht während einer Pandemie unter Existenzängsten und größter Unsicherheit, sondern begleitend eingebettet in einer prozessualen und systematischen Weiterentwicklungsstrategie. Hier setzt auch das jüngste Weiterbildungsangebot der Studienrichtung an: Der akademische Lehrgang bzw. Master-Lehrgang Restart-Up Management bildet auf akademischen Niveau Personen aus, die von der Konzeption bis zur Umsetzung Unternehmen, Kommunen oder öffentlichen Institutionen branchenunabhängig bei solchen Prozessen begleiten und unterstützen.

Wer also glaubt, dass irgendwann alles erfunden und alle Ideen umgesetzt sein werden, dem sei ein Blick hinter die Kulissen der Studienrichtung empfohlen – #gehmituns in Richtung Zukunft!