Kontrast
x

Forschung & Entwicklung

Die Studienrichtung Innovationsmanagement orientiert sich an aktuellen Entwicklungen in der Innovationsforschung und setzt Forschungsschwerpunkte in drei Themenbereichen:

Digitalisierung ist einer der wesentlichsten Entwicklungen dieser Zeit. An der Studienrichtung Innovationsmanagement wird Digitalisierung auf zwei Ebenen betrachtet: a) Die Digitalisierung von Geschäftsmodelle; und b) Digitalisierung von Prozessen.

Häufig sind die bekannten und altbewährten Geschäftsmodelle nicht mehr zeitgemäß. Die Studienrichtung Innovationsmanagement setzt Forschungsschwerpunkte in der Transformation vorhandener Geschäftsmodelle in Richtung digitaler Geschäftsmodelle (Digitalisierung des Geschäftsmodells an sich), sowie in der Erarbeitung neuer digitaler Geschäftsmodelle ohne vorheriger analoger Basis. Dieses Knowhow soll auch in die Praxis transferiert werden. Da die Arbeit mit Geschäftsmodellen für Unternehmer*innen aber häufig schwierig ist, wird auch an der Entwicklung digitaler Tools zur Unterstützung in der Geschäftsmodellentwicklung und -transformation gearbeitet. Im Wechsel von bekannten und erprobten Geschäftsmodellen und Prozessen hin zu digitalen Pendants, im Zuge von Industrie 4.0, digitalen und virtuellen Systemen, etc. besteht die Notwendigkeit bestehende Werkzeuge im Innovationsmanagement zu adaptieren, zu synthetisieren oder gänzlich neu zu entwickeln. Ein interdisziplinärer Ansatz ist dabei aufgrund von gesteigerter Systemkomplexität von Vorteil.

Neben den Geschäftsmodellen hat die Digitalisierung auch einen weitreichenden Einfluss auf die Innovationsprozesse an sich. Durch das identifizieren und evaluieren von Technologien und Prozessen können neue Innovationen generiert bzw. in neue Branchen transferiert werden. Wichtig dabei ist der Schritt der Identifikation und Bewertung.

Im breiten Feld der Digitalisierung werden Schwerpunkte auf folgende Themen gelegt:

  • Digitalisierung von bestehenden Geschäftsmodellen
  • Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodellen
  • Praxisorientierte Toolentwicklung zur Unterstützung der Geschäftsmodellentwicklung und -transformation
  • Digitalisierung von Innovationsprozessen

Nachhaltigkeit ist ein Themenfeld, das in den letzten Dekaden einen erfolgreichen Aufstieg erlebt hat. In Zusammenhang mit Innovationen gibt es derzeit keine politische oder öffentliche Diskussion über zukünftige Entwicklungen, in der dieses Thema nicht behandelt wird.

Im Hinblick auf diesen Megatrend sowie die derzeitigen gesamtwirtschaftlichen aber auch sozialen und ökologischen Entwicklungen, ist es auch für die Studienrichtung Innovationsmanagement unerlässlich, das Themenfeld „Nachhaltigkeit und Innovation“ zu betrachten und zu beforschen. Nachhaltigkeit setzt sich aus den drei Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft zusammen. Diese Betrachtungen spielen auch bei Innovationen permanent eine wesentliche Rolle.

Nachhaltigkeit und Innovation ergänzen sich jedoch nicht nur Inhaltlich sondern auch auf wissenschaftlicher Ebene hervorragend. Die üblichen Forschungsmethoden in den jeweiligen Forschungsfeldern sind ähnlich und so finden Knowhow und Erfahrung aus dem Innovationsbereich auch in der Nachhaltigkeitsforschung ihren Einsatz.  Gegenseitige Synergieeffekte können optimal genutzt werden.

Als aktuelles Kernthema im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation wird das Forschungsgebiet „Frugale Innovation“ herangezogen. Eine frugale Innovation ist eine Innovation, welche mit dem weit verbreiteten Paradigma „immer mehr, immer besser“ bricht und eine vereinfachte und anwendungsorientierte Lösung bezeichnet, um neue, preissensible Segmente am Fuße der sozioökonomischen Pyramide zu erschließen. Dieser junge Forschungsschwerpunkt wird jedoch auch in andere Richtungen (beispielsweise soziale Innovation, nachhaltige Innovation, nachhaltige Geschäftsmodelle etc.) weiterentwickelt.

Im breiten Feld der Nachhaltigkeit und Innovation werden Schwerpunkte auf folgende Themen gelegt:

  • Frugale Innovation
  • Ressourcendenken
  • Nachhaltige Innovation
  • Soziale Innovation
  • Nachhaltige Geschäftsmodelle
  • Einfluss der genannten Punkte auf die regionale Wirtschaft

Die Entwicklung von reinen Produktlösungen gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Ganzheitliche Lösungen sind mehr und mehr gefragt. In der Zukunft werden Systeme, und sogar Systeme in Systemen, von Relevanz sein. Ebenso entwickeln sich auch die Anforderungen an Unternehmen und deren Weg hin zu komplexeren Systemen. Das Forschungsumfeld hat sich hier von einem stark operativen Ansatz rund um Werkzeuge und Modelle, hin zu einem umfassenden und vorrangig strategisch orientierten Ansatz entwickelt. Der Forschungsschwerpunkt der Studienrichtung Innovationsmanagement liegt hierbei vorrangig in der Erarbeitung von Kompetenz-, Transfer- und Managementsystemen, welche die Leistungs- und Innovationsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig positiv beeinflussen. Dabei wird auf die operativen, die strategischen und auch die normativen Aspekte von Innovationsmanagement Bezug genommen. Die Beachtung sämtlicher Ressourcen und die Einbindung von Lösungen in spezielle Kontextsituationen und regionale Besonderheiten sind hier ebenfalls entscheidend. Somit wird hier eine vorhandene Lücke zwischen Strategieentwicklung im theoretischen Umfeld auf der einen Seite, sowie der tatsächlichen Strategieimplementierung in Unternehmen auf der anderen Seite adressiert.

Im breiten Feld der Unternehmensentwicklung werden Schwerpunkte auf folgende Themen gelegt:

  • Ganzheitliche Innovationsmodelle
  • Innovationsstrategien
  • (innovative) Geschäftsmodellentwicklung/-veränderung
  • Innovationsreifegradsysteme
  • „Innovation Lernen“

Leistungen für Unternehmen

Als Partner der Wirtschaft arbeiten wir eng mit Unternehmen aller Wirtschaftssektoren zusammen und stellen unsere Leistungen in den Dienst der Unternehmen. Durch die enge Kooperation mit dem INNOLAB werden auch immer wieder neue Kontakte zu Unternehmen geknüpft. Unser Fokus lässt sich beschreiben als „Systematisches Suchen, Gestalten und Vorantreiben von Innovationen“.

Unsere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen:

  • Systematisches Innovieren: TRIZ-Methoden und Werkzeuge, Trends, Business Innovations, Business Development
  • Innovationsmarketing: Systematische Erfassung von KundInnenbedürfnissen, KundInnenintegration im Innovationsprozess, Marktorientierte Steuerung von Innovationsprozessen
  • Innovationsstrategien: frugale Innovation, Open Innovation, etc.
  • Innovation Leadership: BIG Picture™ das Grazer Innovationsmodell, Vision und Strategie

Leistungen der Studienrichtung Innovationsmanagement

Gemäß Ihren individuellen unternehmerischen Zielsetzungen stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit zur Auswahl:

  • Projekte im Rahmen der Lehre
  • Bachelorarbeiten
  • Masterarbeiten
  • Individuelle Kooperationen/Lösungen

Im Rahmen der o.g. Kooperationsvarianten werden Ihre fachspezifischen Aufgabenstellungen von einem Projektteam im Zeitraum von ca. 2-10 Monaten bearbeitet. Selbstverständlich ist dabei die Wahrung der Vertraulichkeit von sensiblen Daten – ggf. durch individuelle Vertragsvereinbarungen – gewährleistet.

Anwendungswissenschaftliche Anlaufstelle für Innovationmanagement im Großraum Alpe-Adria

Innovation als omnipräsentes Thema in Wissenschaft, Wirtschaft und in der Gesellschaft stellt besondere Anforderungen an das Kommunikations- und Publikationsverhalten der Studienrichtung Innovationsmanagement. Daher wurde eine Fokussierung auf den Großraum Alpe-Adria getroffen und eine Formulierung als anwendungswissenschaftliche Anlaufstelle für Innovationsmanagement. Forschung und Entwicklung an der FH CAMPUS 02 bedeutet problemorientierte Lösungskompetenz, strukturiertes analytisches Vorgehen und innovative Ansätze auf wissenschaftlichem Niveau. Unternehmerinnen und Unternehmer finden Ansprechpartner, welche die Anforderungen in der Wirtschaft kennen und entsprechende praxisgerechte Konzepte und Problemlösungen erarbeiten.

Mehr allgemeine Informationen zu F&E Services der FH CAMPUS 02 finden Sie hier.