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Industrie 4.0

Zeitraum: Oktober 2015 -Juni 2016
Kontakt: FH-Prof. DI Dr. Christian Theuermann, FH CAMPUS 02
Kooperationspartner: Studienrichtung Automatisierungstechnik

Chancen, Herausforderungen und Bedeutung der Industrie 4.0 – Derzeitiger Einsatz und zukünftige Entwicklung des 3D-Drucks in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in Österreich

Nach der ersten industriellen Revolution durch die Entwicklung der Dampfmaschine und der Mechanisierung von Handarbeit durch Maschinen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, der zweiten industriellen Revolution durch die Nutzung elektrischer Energie um 1870, wodurch die Einführung des Fließbandes ermöglicht wurde und der dritten industriellen Revolution ab 1970, welche die Automatisierung von Produktionsprozessen durch den Einsatz von Elektronik und IT brachte, steht aktuell die Ära der vierten industriellen Revolution an. Kennzeichnend dafür ist die intelligente Vernetzung auf Basis von Cyber-Physischen Systemen, also die digitale Vernetzung aller Teilnehmer an der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen. Diese Entwicklung wird zukünftig grundlegende und tiefgreifende Veränderungen für sämtliche Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft mit sich bringen und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, birgt aber auch neue Chancen und Entwicklungspotenziale für die heimische Wirtschaft.

Österreich ist bereit für Industrie 4.0.[1] Die Bedeutung von Industrie 4.0-Lösungen[2] wird in den nächsten Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen und die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten wir das unternehmerische Umfeld prägen. Neue, intelligente, vernetzte und effiziente Produktionstechniken erobern die Fabrikhallen und digitale Fabrikatoren – 3D-Drucker und verwandte Technologien (additive manufacturing, rapid prototyping, fabber etc.) – haben das Potenzial den Produktionsprozess radikal zu flexibilisieren.

Für Unternehmen der Zukunft ist es bedeutend, ihre Geschäftsmodelle im Kontext der Industrie 4.0 weiterzuentwickeln und ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio unter Einbeziehung der Digitalisierung zu optimieren. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei den additiven Fertigungsverfahren zu. Dadurch ergeben sich gravierende Änderungen in internen und externen unternehmerischen Funktionsbereichen und es entsteht eine neuartige Qualität der Zusammenarbeit. Wertschöpfungsketten transformieren sich zukünftig zu digitalen Wertschöpfungsnetzwerken.

Welchen Einfluss, welche Bedeutung und welchen Reifegrad die Industrie 4.0, mit besonderem Fokus auf die 3D-Drucktechnologie, in österreichischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aktuell hat und zukünftig einnehmen kann stellt den vordergründigen Untersuchungsgegenstand dieser Praxiserhebung dar. Die Erkenntnisse und Ergebnisse zeigen den gegenwärtigen Stand zur additiven Fertigung, sowie die zukünftige Erwartungshaltung der Industrieunternehmen, wobei der Produktions- und Beschaffungsprozess den primären Analysebereich markiert.

 

[1] WILHELM/BRENNER (2016), S. 88-90
[2] Experten sehen in der Industrie 4.0 ein Riesenpotenzial und nennen die Zahl von € 78 Milliarden an Produktionssteigerungen bis 2025 in Deutschland bzw. ein Umsatzpotenzial von jährlich € 30 Milliarden für deutsche Unternehmen. Siehe dazu o.V. (2016), Onlinequelle [25.04.2016].

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