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Fitnessapp und gesundheitsapp studie

Vertrauen in sozialen Medien und Apps

Sommer, Sonne, Urlaub! Gerade jetzt haben viele Menschen Zeit, sich Themen wie der eigenen Fitness und Gesundheit zu widmen, für die im hektischen Alltag oft zu wenig Zeit bleibt, und greifen deshalb zu den entsprechenden Apps.

Aber wie steht es um das Thema Vertrauen in soziale Medien und Apps? Welche Faktoren wirken sich positiv auf dieses Vertrauen aus und wodurch wird es beeinträchtigt? Anhand einer Forschungsarbeit von Jasmin Buchta aus der Studienrichtung Marketing & Sales wurden genau diese Aspekte erforscht, und zwar am Beispiel von Gesundheits- und Fitness Apps (mHealth-Apps).

Die sogenannten mHealth Apps umfassen nicht nur die Bereiche Sport und Fitness (z.B. Schrittzähler), sondern auch Ernährung, Medikamentenerinnerungen und krankheitsbezogene Informationen. Dafür wurde im Frühjahr 2022 eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, an der 153 Personen teilnahmen.

Gesundheits-Apps sind im Vormarsch

Bevor jemand Gesundheits-Apps nutzt, muss sich eine ausreichende Vertrauensbasis entwickeln, um Unsicherheiten und Risiken auszuschließen. Ist diese Schwelle überschritten, haben sich mHealth- Apps in vielen Anwendungen vielfältig bewährt.

Die am meisten verwendeten mHealth-Apps betreffen die Bereiche Sport, Fitness sowie Aktivitätstracker (91,2% der User), erst mit großem Abstand folgen Apps aus den Bereichen Diäten, Ernährung und Kalorienzähler (39,2% der User).Auch Apps von Anbietern von Gesundheitsleistungen und Krankenversicherungen (27,5% der User) sowie Apps zu den Themen Frauengesundheit und Schwangerschaft (23,5%) erfreuen sich bei den Befragten großer Beliebtheit. Diese Gesundheits- und Fitness-Apps werden von 36,3% der Befragten mehrmals pro Woche genutzt, weitere 24,5% nutzen sie sogar täglich. Mehr als 91% der Studienteilnehmer*innen haben eine (eher) positive Einstellung zu mHealth-Apps und 81,3% der User haben (sehr) hohes Vertrauen in diese Art von Apps.

Einflüsse auf das Vertrauen

Nutzerfreundliches Design, Datensicherheit und Vertrauenswürdigkeit prägen auch bei Gesundheits-Apps die Beurteilung. Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie professionell die Hersteller auftreten, ob die Apps genaue Daten für die gestellten Ansprüche liefern und ob die Werbeversprechen tatsächlich eingehalten werden.

Die größte Vorsicht und damit auch Abneigung finden enttarnte Falschnachrichten (Fake News) und Klickköder (Clickbaites), die immer weiterleiten, um die Verweildauer auf den Seiten zu erhöhen. Das lehnt man auf Social Media-Plattformen ab. Mehr als 80 Prozent der Befragten ordnen das Vertrauen, dass mit ihren Daten verantwortungsvoll umgegangen wird, als vorrangig ein.