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CAMPUS-02-Absolvent Christoph Prattes erhielt die Auszeichnung "Beste AbsolventInnenkarriere 2019".

“Beste AbsolventInnenkarriere 2019”: Dipl.-Ing. Christoph Prattes im Interview

Automatisierungstechnik-Absolvent Christoph Prattes wurde bei der 14. Konferenz der Mechatronik-Plattform Österreich mit dem ersten Platz in der Kategorie „Beste AbsolventInnenkarriere 2019“ ausgezeichnet. Als Produktionsvorstand von Pankl Racing blickt er mit Stolz auf die Erfahrungen seines berufsbegleitenden Studiums an der FH CAMPUS 02 zurück.


2003 schloss Dipl.-Ing. Christoph Prattes sein berufsbegleitendes Studium in Automatisierungstechnik an der FH CAMPUS 02 ab. Kurz danach wechselte Prattes zur Pankl Racing AG. Ab diesem Schritt ging es steil bergauf: 2006 wurde er Geschäftsführer einer Tochterfirma, drei Jahre später Produktionsgeschäftsführer der zwei wichtigsten Unternehmen von Pankl Racing. Seit 2015 ist er nun als Produktionsvorstand für alle Produktionsbereiche der Unternehmen verantwortlich: In sieben Ländern an zehn Standorten für über 2.000 MitarbeiterInnen.


Besteht das Interesse an der Automatisierungstechnik schon von jeher?

Geprägt durch mein Elternhaus war schon sehr früh der Weg in meinem Leben Richtung Technik vorgezeichnet. Nach der HTL Matura Fachrichtung Maschinenbau machte ich meine ersten Erfahrungen mit verketteten Anlagen und innovativen Fertigungskonzepten – unterm Strich beschäftige ich mich seit ich Mitte 20 bin, mit Automatisierungstechnik.

 

Warum haben Sie sich für das Studium der Automatisierungstechnik entschieden?

Zu den oben genannten Gründen waren für mich die Möglichkeiten an der FH CAMPUS 02 ideal. Durch das berufsbegleitende Studium konnte ich sowohl meine Erfahrung im Job weiter ausbauen, als auch praxisorientiertes Hochschulwissen aneignen.

 

Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Informatik, Maschinenbau oder doch die Elektrotechnik?

Der Vorteil am Studiengang Automatisierungstechnik ist aus meiner Sicht die interessante Mischung aus allen drei Fachbereichen. Bei mir persönlich liegen die Begabungen klar im Maschinenbausektor, das erfordert sicherlich entsprechenden Einsatz in den anderen Wissensgebieten.

 

Was würden Sie an Ihrem Studium besonders hervorheben?

Durch das Studium wird auf sehr breit gefächerter Basis technisches Verständnis, Managementwissen, vernetztes Denken und sicherlich auch Durchhaltevermögen gefördert, gefordert und vermittelt.

 

Studium und Beruf – Herausforderung mit Leidenschaft?

Um diese beiden Welten unter einen Hut zu bekommen ist sicherlich eine gewisse Disziplin und Prioritätensetzung notwendig da es das gewohnte Leben doch deutlich verändert. Da es aber nur über einen begrenzten Zeitraum dauert, ist es machbar. Für mich war es rückblickend betrachtend doch auch ein Training und Vorbereitung für die Herausforderungen nach der Studienzeit.

 

Wo lagen die größten Herausforderungen während der Studienzeit?

Fachlich gehen gewisse Vorlesungen doch sehr in die Tiefe. Für mich als Maschinenbauer waren die Bereiche Informatik und Elektrotechnik eine ordentliche Aufgabe. Das Team- und Gruppenverhalten meiner Studienkollegen haben mir aber sehr über die eine oder andere schwierige Phase geholfen.

Herausfordernd ist sicherlich auch, dass man das Privatleben nicht ganz zu kurz kommen lässt und diese Gratwanderung hinbekommt.

 

Welchen Tipp hätten Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?

Sich auf die Herausforderungen einlassen, versuchen über die schwierigen Phasen wirklich gemeinsam im Team zu meistern. Gerade die Kombination aus praxisorientiertem Studium und gleichzeitige Berufserfahrung ist für weitere Karriereschritte eine optimale Ausgangsbasis – das sollte man sich immer wieder vor Augen führen.

 

Inwiefern hat das Studium Ihre Vita beeinflusst?

Ganz deutlich – man gewinnt neben allen fachlichen und beruflichen Weiterentwicklungen auch viel Erfahrung und Selbstvertrauen. Das hat mir für neue Ziele und Impulse in meinem Leben sehr geholfen.

Ein weiterer integraler Aspekt war und ist für mich der beispielhaft gelebte Teamgeist, der, aus meiner Sicht, in heutigen Unternehmensorganisationen auf allen Ebenen für eine erfolgreiche Entwicklung unabdingbar ist.