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Heimspiel: Sport schafft Gewinnerinnen und Gewinner

Dass Sport mit Geld zu tun hat, weiß man. Aber was bewirken Veranstaltungen des Spitzensports in der Wirtschaft vor Ort? Studierende der FH CAMPUS 02 haben das in zwei Untersuchungen erhoben, mit den Ergebnissen wurden Wertschöpfungsanalysen durchgeführt.

Die Events: Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Der SK Sturm Graz, der erfolgreiche Beitrag der Grazer zur Fußball-Bundesliga, hat nicht nur selbst eine starke Fangemeinde, Besucherinnen und Besucher kommen auch von weit her – im Schnitt übrigens 47 km pro Fahrtrichtung. Und ihre Ausgaben führen zu direkten und indirekten Wirkungen auf den Wirtschaftsstandort:  1 Euro für den Sport löst in Summe 1,60 Euro an indirekten und induzierten Effekten aus.

Das Erzbergrodeo, das spektakulärste Rennen für Enduros in Europa, war das zweite Ziel der Befragungen und Analysen. Auch hier werden aus 1 Euro direkter Wertschöpfung des Events 1,40 Euro an Effekten für die Region.

Durch die direkt den Aktivitäten des SK Sturm zugerechneten Arbeitsplätzen, entstehen durch indirekte und induzierte Effekte umgerechnet 325 Vollzeit-Arbeitsplätze; beim Erzbergrodeo sorgt ein Arbeitsplatz beim Veranstalter für fast einen zusätzlichen Arbeitsplatz in der Region.

 

Die Präsentation

In der Reihe „Akademischer Diskurs“ der Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling an der FH CAMPUS 02 wurden unter dem Titel „Heimspiel – mit Sportveranstaltungen zum wirtschaftlichen Erfolg“ die Ergebnisse präsentiert. Rund 400 Besucher der jeweiligen Sportveranstaltung wurden von den Studierenden interviewt und nach Motiven und Ausgaben befragt. Mit einer standardisierten Wertschöpfungssimulation wurden daraus die regionalwirtschaftlichen Effekte errechnet.

Die Präsentation fand am 27.11. in der Aula der FH CAMPUS 02 statt.

Zahlreiche BesucherInnen lauschten der Präsentation der Ergebnisse!

 

Aufgehorcht hat das Publikum schon bei der Begrüßung durch Studiengangsleiter Peter Meiregger: „Was heute präsentiert wird, sind die Praxisprojekte, die fest zum Studienplan des Bachelorstudiums gehören. Unser gelebter Praxisbezug ist das, was unsere Fachhochschule besonders auszeichnet.“

 

Die Gespräche

Vier Gäste nahmen nach der Präsentation der Studienergebnisse am Podium Platz: Der frühere Handballer und jetzige Sportmanager Markus Pichler, der frühere Motorsportler und Mastermind des Erzbergrodeos Karl Katoch, der frühere Eishockeyspieler und Grazer Gemeinderat Philipp Hofer und der Geschäftsführer des SK Sturm Graz Thomas Tebbich, übrigens Absolvent der FH CAMPUS 02.

 

Neben den Ergebnissen der Studien war auch der allgemeine Zusammenhang zwischen Sport, Wirtschaft und Gesellschaft Thema.
Von li. nach re.: Tebbich, Katoch, Pichler und Hofer.

 

Neben Anerkennung für die Leistung der Studierenden und positiver Aufnahme der Untersuchungsergebnisse ging es um die jeweils persönlichen Einschätzungen zum Zusammenspiel von Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. „Der SC Salzburg hat das Siebenfache des Budgets des SK Sturm – aber sportlich haben wir nicht weniger zu bieten“, resümierte Thomas Tebbich. „Spitzenleistungen sind nicht nur ein Publikumsmagnet, sie motivieren auch dazu, selbst aktiv zu werden“, hielt Markus Pichler fest. „Zu unserem Erzbergrodeo kommen Zuschauer und Journalisten aus der ganzen Welt“, freute sich Karl Katoch; 536 km, so die Untersuchung, beträgt im Schnitt der Anreiseweg der ausländischen Gäste. „Wir haben schon viel geschafft, internationale Spitzenevents nach Graz zu holen und das ist auch weiter ein strategisches Ziel“, berichtete Philipp Hofer.

 

Der Ausblick

„Mit den Zahlen haben wir jetzt etwas in der Hand, mit dem man überzeugend für Events eintreten kann“, bestätigte Karl Katoch – ganz im Sinne aller Podiumsteilnehmer. „Die Wichtigkeit von Sport und Bewegung im Allgemeinen muss man der Politik immer wieder deutlich klar machen“, betonte auch Markus Pichler. Dass Sportveranstaltungen auch eine wirtschaftliche Breitenwirkung haben, haben die Analysen der Studierenden der Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling an der FH CAMPUS 02 anschaulich unter Beweis gestellt.

Von li. nach re.: Benjamin Zenz (RWC-Studierender), Karl Katoch (GF Erzbergrodeo GmbH), Dr. Philipp Hofer (Gemeinderat Stadt Graz), FH-Prof. Mag. Peter Meiregger, StB, Mag. Kristina Edlinger-Ploder, Mag. Markus Pichler (Vorstandsmitglied Special Olympics World Games), Mag. (FH) Thomas Tebbich (GF SK Sturm Graz), Philipp Rappold (RWC-Studierender)

Alle Fotos: Peter Melbinger

 

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