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Frauen in der Technik

„Frauen in der Technik – Jetzt erst recht!“

Passend zum Muttertag haben wir uns mit einer starken Frau in der Technik getroffen – die Rede ist von Verena Vescoli. Sie ist nicht nur Senior Vice President der ams AG, sondern auch Captain unseres Bachelorstudiengangs Automatisierungstechnik „ATB20“.

Sie erzählt uns, wieso es sie in die Technik verschlagen hat und wieso sie sich bis heute keinen besseren Job vorstellen kann.

 

Warum die Technik?

Technologie formt Menschen, Lebensbedingungen, die Gesellschaft. Neugierde und der menschliche Spieltrieb prägen sowohl die individuelle Entwicklung als auch die Entwicklung der Gesellschaft und damit die Geschichte. Egal ob kleine oder bahnbrechende Fortschritte in der Forschung, sie alle haben wesentlich dazu beigetragen, unsere Welt und unser Leben qualitativ zu verbessern und werden das auch weiterhin tun – daher die Technik!

 

Können Sie sich an den ausschlaggebenden Grund dafür erinnern, dass Sie Ihren Weg in die Technik eingeschlagen haben?

Ja, das ist sehr einfach. Ich hatte einen exzellenten Physiklehrer, der meine Liebe und Passion für Naturwissenschaften und Technik gezündet hat. Andere interessante Domänen waren in meiner Familie von meinen drei Geschwistern, Eltern, anderen Verwandten besetzt: Geisteswissenschaften, Jus und Medizin.

 

Was war der Inhalt Ihres ersten Jobs in der Technik?

In diversen Ferialjobs und Praktika habe ich in Labors aber auch als Software-Programmiererin gearbeitet. Der erste „richtige“ Job war als Device- Entwicklerin in einem Halbleiterunternehmen.

 

Was machen Sie jetzt genau? In welcher Firma arbeiten Sie? Und seit wann sind Sie in der Technikbranche beschäftigt?

Ich bin heute verantwortlich für die Forschung und Entwicklung (R&D) in der ams AG, einem Global Player für Sensor- und Systemlösungen. In der Technik bin ich seit dem Abschluss meines Doktorates, also seit mehr als 20 Jahren.

 

Sie sind Captain der ATB20 – wieso wollten Sie diese Aufgabe übernehmen?

Ich übernehme immer wieder und gerne Aufgaben an Hochschulen und Universitäten. Entweder halte ich Vorträge zu bestimmten Themen, nehme an Podiumsdiskussionen teil oder coache Talente. Mir macht die Arbeit mit jungen Menschen Spaß und ich bin daran interessiert zu erfahren, was junge Menschen bewegt. Menschen, die sich auf ihrem Ausbildungsweg Fragen stellen, wie zum Beispiel: „Wie sieht ein möglicher Job aus?“, „Mit welchen Randbedingungen kann ich rechnen?“, „Welche Skills außer denen, die wir lernen, sind gefragt und werden gebraucht?“ – sollen die Möglichkeit haben, sich mit Leuten aus der Industrie unterhalten zu können. Daher bin ich Captain, und ich bin es gerne!

 

Was fasziniert Sie so sehr an der Technik?

Dass man (fast) nie an ein Ende kommt. Hat man ein Problem gelöst, kommt die nächste Frage schon um die Ecke. Das fasziniert mich und darüber hinaus die Interdisziplinarität, die dabei hilft, Fragen zu beantworten. Das ist spannend und fantastisch!

 

Die Technik ist grob eingeteilt in 3 Säulen – Elektronik, Informatik und Maschinenbau. Welcher der 3 Typen würden Sie sich zuordnen und wieso?

Am ehesten der Elektronik. Da elektronische Bauteile in fast jedem unserer Systeme vorkommen.

 

An welches Projekt können Sie sich noch genau durch diverse Emotionen erinnern?

Ich habe kein einziges der Projekte vergessen, an denen ich jemals aktiv gearbeitet habe. Man ist mit Projekten einfach emotional verbunden. Es gab sehr erfolgreiche Projekte aber auch wenig erfolgreiche. Ich möchte da kein bestimmtes herausstreichen.

Großes Dankeschön an Verena Vescoli für das Interview!

 

In diesem Sinne wünschen wir allen Müttern einen schönen Muttertag! 

Lassen Sie sich feiern und auf Händen tragen, denn genau an diesem einen besonderen Sonntag im Jahr sollen ihre Wünsche oberste Priorität haben!