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„Beste Absolventinnenkarriere 2020“

Auch bei der diesjährigen 15. Konferenz der Mechatronik-Plattform Österreich gewinnt einer unserer Alumni in der Kategorie „beste Absolventenkarriere“. Im folgenden Interview befragen wir den Gewinner  und ehemaligen AT-Studenten Dipl.- Ing. Peter Freigassner-Sanchez zu seinem Erfolg.


Besteht das Interesse an der Automatisierungstechnik schon von jeher?
Das Interesse an der Technik bestand von klein auf. Ich würde behaupten, dass es mir in die Wiege gelegt wurde. Daher entschied ich mich schon damals für die Ausbildung an der HTL Wolfsberg mit der Spezifikation der Automatisierungstechnik. Mir gefällt der interdisziplinäre Gedanke, die Mechanik, sowie Elektrik und Software zu vereinen.

Warum haben Sie sich für das Studium der Automatisierungstechnik entschieden?
Beruflich hat es mich zu einem Sondermaschinenbau-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik gezogen.. Es lag quasi auf der Hand, dass es auch ein Studium in diese Richtung sein soll oder muss. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und folglich kann man auch sagen, dass ich das Studium auch als Hobby gesehen habe.

Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Informatik, Maschinenbau oder doch die Elektrotechnik?
Beruflich war ich klar durch den Maschinenbau getrieben und konnte viel Erfahrung mitbringen. Die Orientierung in diese Richtung (Wahlpflichtfächer) wäre für mich definitiv der einfachste Weg gewesen, doch entschied ich mich klar dagegen. Wählte somit ausschließlich Software, Elektronik Regelungstechnik usw. um in diesen Bereichen deutlichen Wissenszuwachs zu generieren.

Was würden Sie an Ihrem Studium besonders hervorheben?
Der aktive Austausch von Beruf mit der praktischen Erfahrung und die Hochschule mit allen akademischen Belangen. In meinem Fall haben die beiden Aspekte sehr gut miteinander harmoniert, somit entstand eine Mitkoppelung und eine konstruktive Resonanz.

Studium und Beruf – Herausforderung mit Leidenschaft?
Ich würde es um eine Kategorie erweitern – nämlich dem Privatleben. Natürlich kann man alles nur mit Einschränkungen gleichzeitig erledigen. Die Vollzeit-Anstellung mit Überstunden und die Anwesenheit an der Hochschule setzten ein gutes organisatorisches Geschick voraus. An den verbleibenden Tagen stand die Vorbereitung und Nachbereitung der Vorlesungen im Mittelpunkt. Ebenso darf das private Umfeld nicht darunter leiden. Ich bin aber der Meinung, dass auch hier das Verhältnis sehr gut ist. Herausfordernd ist es nur dann wenn man sein Zeitmanagement nicht im Griff hat, ich persönlich finde Leidenschaft definitiv auch in Herausforderungen. Vor allem wenn man diese Hürden schlussendlich alle meistern kann und mit dem Abschluss belohnt wird.

Wo lagen die größten Herausforderungen während der Studienzeit? Welchen Tipp hätten Sie für zukünftige Studentinnen und Studenten?

Das Studium bestreitet man für sich und nicht für das Unternehmen, in dem tätig ist. Es ist wichtig, im Studium nicht den einfachsten Weg zu wählen, um seinen Horizont erweitern zu können. Einfach gesagt, man sollte bereit für Neues sein. WER ANFEUERN MÖCHTE, MUSS SELBST BRENNEN. Egal, in welcher Lebensphase ich auch war, mit dieser Einstellung habe ich immer einen guten Weg gefunden.

Inwiefern hat das Studium Ihre Vita beeinflusst?
Da ich vom Einstieg in die Berufswelt bis heute nicht das Unternehmen gewechselt habe kann ich nicht beurteilen wie mir dieses Studium hinsichtlich Bewerbung geholfen hätte. Jedoch bin ich mir sicher, dass dieses Studium in Kombination mit der Leidenschaft welche ich in meinem Unternehmen seit Stunde null nie verloren habe einen wesentlichen Beitrag geleistet hat die Position zu erreichen an der ich mich im Moment befinde. Sowohl fachlich, technisch in Form von Expertise in vielen Fachrichtungen, als auch menschlich, persönlich und sozial. Natürlich hat mich auch die akademische Laufbahn, 6 Jahre aktiver FH Lehrender an mehreren Studiengängen, geprägt und weiterentwickelt.