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ABENTEUER ERASMUS: STUDIEREN HOCH IM NORDEN 

Stefanie Prosen und Chiara Reßmann, Studierende des Bachelorstudiums Marketing & Sales, hat es für ein Auslandssemester nach Lappeenranta, Finnland verschlagen. Dort studieren sie International Business an der Faculty of Business and Hospitality Management an der LAB University of Applied Sciences und sie sind nicht nur von der wunderschönen Landschaft, den tausend Seen und den endlosen Wäldern beeindruckt.

Die Universität – besteht aus den Standorten in Lappeenranta und Lathi – liegt im Süden von Finnland und ist mit fast 9.000 Studierenden die sechstgrößte Hochschule des Landes. Damit sich die Studierenden wie zuhause fühlen, bietet der modern gestaltete Campus in Lappeenranta zahlreiche Kantinen und Cafés, viele verschiedene Lernplätze und sogar ein gut ausgestattetes Fitnessstudio. 

Wir haben die beiden zum Interview gebeten und Fragen zu ihrem Auslandsaufenthalt gestellt. 

Warum habt ihr euch für Finnland entschieden? 

Für abenteuerlustige und reisebegeisterte Menschen wie uns, war schon sehr früh klar, dass wir irgendwann einmal längere Zeit in einem fremden Land verbringen möchten. Als es nun an der FH CAMPUS 02 endlich soweit war, sich für ein Auslandssemester zu bewerben, fiel die Entscheidung relativ rasch auf Finnland. Es bietet eines der besten Bildungssysteme weltweit und ist daher ideal für alle, die eine qualitativ hochwertige Ausbildung suchen. Uns haben der nordische Lebensstil und die Schönheit der finnischen Landschaft angesprochen. Wir hatten sogar schon das Glück Polarlichter beobachten zu dürfen. 

Welche Vorbereitungen musstet ihr vor eurem Auslandssemester treffen? 

Die meisten Vorbereitungen waren mit Abstand für Erasmus, sowie den Bewerbungsprozess an der Partneruniversität nötig, hier kam jede Menge Bürokratie auf uns zu. Obwohl die meisten Formulare online ausgefüllt werden konnten, nahm dies einige Stunden in Anspruch. Die Wohnungssuche hingegen gestaltete sich relativ einfach, man musste sich lediglich auf der Homepage der Studentenwohnheime registrieren und einen Antrag stellen, woraufhin man eine Wohnung zugewiesen bekam. Das Studentenwohnheim ist relativ günstig, wir bezahlen hier weniger als für unsere WG-Zimmer in Graz und wurden auf Wunsch sogar einer gemeinsamen Wohnung zugeteilt. Bezüglich der Kursauswahl hatten wir keine Schwierigkeiten, auch dies konnte online in wenigen Schritten erledigt werden. Das einzig Ärgerliche war, dass bei Semesterstart einige Kurse gecancelt wurden und wir unsere gesamte Timetable mehrfach erneut planen mussten. 

Wie ist es, ein ganzes Semester lang in einem anderen Land zu leben und zu studieren? 

Einerseits ist das natürlich eine Herausforderung, da man auf sich alleine gestellt ist und sich erst an das neue Umfeld gewöhnen muss. Andererseits lernt man dadurch so viel über sich selbst und über das Gastland, und man wächst mit jeder neuen Erfahrung und unbekannten Situation. 

Unsere erste Woche in Lappeenranta war beispielsweise von zahlreichen Einkäufen geprägt, da wir – angefangen von der Matratze, bis hin zu Teller und Besteck – alles für den Alltag Notwendige besorgen mussten. Wir wussten nicht, dass die Studentenwohnheime bei der Ankunft nur teilmöbliert sind. 

Der Start in das Semester gestaltete sich entspannt, da es im Zuge von Orientierungstagen einige Einführungsveranstaltungen und Informationen gab, bevor die Kurse begannen. Im Studium ist man mit einem etwas anderen System konfrontiert. Hier wird noch viel mehr Wert auf selbstständiges Arbeiten und projektorientierte Lehre gelegt, d.h. die Vortragenden achten sehr darauf, Studierende die Inhalte selbst mithilfe von Projekten erarbeiten zu lassen und agieren eher als Ansprechperson bei Fragen. Dementsprechend haben wir weniger Vorlesungen, dafür jedoch zahlreiche Essays, Reflektionen und Präsentationen vorzubereiten. Klassische Prüfungen gib es nur in wenigen Fächern. 

Auf welche positiven Erfahrungen könnt ihr zurückblicken? Was waren eure persönlichen Highlights? 

Finnland zählt bereits jetzt zu unseren Top 5 Reisezielen. Es ist ein wunderschönes Land mit endlosen Natur- und Freizeitmöglichkeiten. Wir haben beispielsweise bereits die typisch finnische Sauna genossen, sind Kayak gefahren und haben ein Eisbad genommen. Neben unzähligen Sehenswürdigkeiten können wir neben Roadtrips nach Lappeenranta, Tampere und Turku, auch Ausflüge in die verschiedenen Nationalparks und eine Bootsfahrt am See Saimaa sehr empfehlen. Unser persönliches Highlight war dennoch, das typische Finnland in „Lappland“ mit einer Rentier- und Husky-Tour, sowie ein Besuch im Weihnachtsdorf. Auch die Wanderung zu den Lofoten, einer Inselgruppe in Nordnorwegen, zählt zu unseren Höhepunkten. Viele dieser unvergesslichen Erlebnisse werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

 

 

Würdet ihr anderen Personen empfehlen, sich für einen Auslandsaufenthalt zu bewerben? 

Absolut. Wir denken, dass ein Auslandssemester eine der wertvollsten Erfahrungen ist, die man in seinem Leben machen kann. Du lernst dich dadurch selbst so viel besser kennen, wirst offener im Umgang mit fremden Personen, verbesserst deine Sprachkenntnisse, lernst viele neue Dinge, siehst unglaublich schöne Orte, schließt Freundschaften für dein Leben, gewinnst an Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit, lernst andere Universitäten, Bildungssysteme und Kulturen kennen, sowie neue Sichtweisen, die dein Leben bereichern. Wir sind unglaublich dankbar für die Erfahrungen, die wir hier machen dürfen und würden uns jederzeit wieder für ein Auslandssemester entscheiden.