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Podiumsdiskussion

Doppik.2018 @ oeff.Verwaltung.at – Das öffentliche Haushaltswesen im Wandel

Mehr als 220 Gäste beim Akademischen Diskurs 2017 der Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling an der FH CAMPUS 02.

Die Studierenden des Bachelorjahrganges 2015 der Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling haben am 22. November 2017 in der Aula der Fachhochschule Campus 02 im Rahmen des diesjährigen Akademischen Diskurses mit dem Thema „Doppik.2018@oeff.Verwaltung.at – Das öffentliche Haushaltswesen im Wandel“, die Ergebnisse ihrer Praxisprojekte vorgestellt.

Einleitend hielt Herr FH-Prof. Mag. Gregor Reautschnig einen Impulsvortrag zum Thema „Von der Kameralistik zur Doppik“. Dabei ging er einerseits auf die Vor- und Nachteile der Kameralistik ein und gab einen kurzen Überblick über deren Funktionsweise. Andererseits brachte er dem Publikum die Grundzüge der doppelten Buchführung näher und machte auf die Zusammenhänge der einzelnen Bestandteile aufmerksam. Außerdem konnte er den Zuhörerinnen und Zuhörern vermitteln, dass die Doppik nicht dazu dienen soll, die Kameralistik zu ersetzen, sondern zusätzlich angewendet wird, um die wirtschaftlichen Verhältnisse der Institutionen der öffentlichen Verwaltung präziser darzustellen.

Folgend auf den Impulsvortrag wurden Ergebnisse aus einem Praxisprojekt in Kooperation mit der Marktgemeinde Gratkorn vorgestellt. Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Inventurprozess von Anlagen- und Amtsgütern. Die Studierenden haben ihre Vorgehensweise erläutert und ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Praxisprojekt mit den Besuchern geteilt. Resümierend kann festgestellt werden, dass alleine die erstmalige Anlageninventur eine mittlere Investitionsentscheidung auslöst und dafür eine genaue Planung notwendig ist.

Außerdem stellte Herr Mag. Günter Kradischnig, ICG Integrated Consulting Group GmbH, eine Studie vor, die gemeinsam mit der Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling durchgeführt und erstellt wurde. Zentraler Punkt der Studie war das Risikomanagement und IKS in der öffentlichen Verwaltung. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Mehrheit der Ministerien, Landesbehörden und Gemeinden nicht auf die Methoden des Risikomanagements zurückgreift.

Die Studie steht zum Download auf der Homepage der FH CAMPUS 02 zur Verfügung:

Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion, bei welcher nochmals die Vor- und Nachteile der Kameralistik und die Unterschiede zur Doppik aufgegriffen wurden. Die TeilnehmerInnen tauschten dabei Erfahrungen miteinander aus und stellten sich den Fragen des Publikums. Vor allem der Aufwand und die Notwendigkeit der Umstellung wurden hierbei thematisiert. Außerdem wurde der Wunsch nach einem einheitlichen System in ganz Österreich laut.

 

Fotocredit: © FH CAMPUS 02 / Kanižaj Marija-M.

Gruppenfoto Kradischnig, Walchshofer, Meszarits, Reautschnig
© FH CAMPUS 02 / Foto Kanizaj

Bild, von li. nach re.:

  • Günter Kradischnig, Geschäftsführer ICG Integrated Consulting Group GmbH
  • Michael Walchshofer, Finanzdirektor Stadtgemeinde Trofaiach
  • Veronika Meszarits, Geschäftsführerin Institut für öffentliches Rechnungswesen
  • Gregor Reautschnig, StB, FH CAMPUS 02

Auch einige Ratschläge von Seiten der Expertin bzw. der Experten konnten den zahlreich erschienenen GemeindevertreterInnen mitgegeben werden.

Da sämtliche Gemeinden ab 01.01.2020 das neue System anwenden müssen, sollten diese mit den ersten Schritten wie der Inventur bzw. der darauffolgenden Bewertung zeitgerecht beginnen. Dabei kann man all den VertreterInnen und MitarbeiterInnen der öffentlichen Verwaltung nahelegen, sich untereinander auszutauschen und bei schwierigen Fragen auf ExpertInnen zurückzugreifen.

Anschließend wurde zur Besichtigung der Ausstellungsstände der Praxisprojekte, welche von den Studierenden gestaltet wurden, eingeladen. Hier konnten die BesucherInnen der Veranstaltung die Inhalte aller Projekte des Jahrganges 2015 bzw. deren Ergebnisse begutachten.

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