Bernhard Wurzinger arbeitet dort, wo Unternehmen entstehen und skalieren: an der Schnittstelle von Startup-Gründung, Venture Capital and Public Speaking. Sein Alltag spielt sich zwischen seiner neuen Heimat Guadalajara in Mexiko, San Francisco (Silicon Valley), Los Angeles, Miami and Brasilien ab – meist in einem multilingualen Umfeld. Der rote Faden seiner Arbeit ist klar: Tempo, Umsetzung und messbarer Impact.
Im Zentrum steht heute Spenza. Als CEO und Founder verantwortet Bernhard eine mobile Anwendung und datengetriebene Price-Intelligence-Plattform, die nicht einzelne Produkte, sondern komplette Warenkörbe vergleicht. Für Konsument*innen bedeutet das häufig Einsparungen von bis zu 50 Prozent und mehr – ganz ohne Coupons, allein durch Transparenz.
Gleichzeitig liefert Spenza Supermärkten und Organisationen zusätzliche Datenebenen, um Einkauf, Lieferketten und Prozesse am Point of Sale effizienter zu gestalten. Das Ziel: Kosten senken and Lebensmittelverschwendung reduzieren.
Die Idee entstand aus einem prägenden Moment: Eine Mutter musste ihrem Kind im Supermarkt eine Banane verweigern, weil das Budget nicht ausreichte. Aus dieser Beobachtung entwickelte sich eine Plattform, die strukturelle Effizienz mit sozialer Wirkung verbindet.
Gestartet ohne Fremdmittel in einem kleinen Apartment, liegt Spenza heute, nach rund zwei Jahren, im mittleren achtstelligen Millionenbereich (USD) bewertet. Bernhards volle Priorität gilt Spenza. Daneben begleitet er ausgewählte Gründer*innen strategisch und öffnet Türen in sein internationales Netzwerk. Zusätzlich ist Bernhard Gründer und Managing Partner eines Venture-Capital-Vehikels in Miami.
Als Keynote Speaker spricht Bernhard regelmäßig in den USA, in Großbritannien und in Lateinamerika über Entrepreneurship und Innovation. 2025 wurde er von Forbes als Top-Unternehmer ausgewählt. Zudem war er in den USA als einer der innovativsten Unternehmer Nordamerikas 2026 auf der Titelseite des Top 100 Magazins. Akademisch ist er als Teilzeit-Professor an der Universidad Panamericana aktiv und unterrichtet Business Creativity.
Was das Inno-Studium daran möglich gemacht hat
Wenn der ursprüngliche Kärntner über sein Innovationsmanagement-Studium in Graz spricht, nennt er drei Kernkompetenzen, die ihn bis heute prägen: Networking, Problemlösung and Public Speaking.
„Während meines Studiums habe ich gelernt, dass Networking, Problemlösung und Public Speaking entscheidende Fähigkeiten für Unternehmer*innen sind.“
Diese Fähigkeiten sind für ihn kein Zusatz, sondern Fundament. Besonders Problemlösung bedeutet vor allem eines: Entscheidungen treffen. Dafür nutzt Bernhard eine einfache Systematik, die er Power of 10 nennt.
10 Sekunden für Alltagsfragen.
10 Minuten für Prioritäten.
10 Stunden für lebensverändernde Weichenstellungen.
Alles darüber ist aus seiner Sicht meist Überanalyse. Entscheidend sei nicht, alles perfekt zu durchdenken, sondern strukturiert zu handeln und schnell zu lernen.
Auch methodisch greift Bernhard bis heute auf Instrumente aus dem Studium zurück. TRIZ und weitere Innovations-Frameworks gehören weiterhin zu seinem Werkzeugkasten.
„Auch wende ich heute noch TRIZ und viele Tools aus dem Inno-Management an, um neue Features für Spenza zu entwickeln.“
Spenza entstand ursprünglich ohne künstliche Intelligenz. Heute kombiniert Bernhard diese Methoden mit gut trainierten AI Tools, um Entwicklungszyklen deutlich zu verkürzen. Gleichzeitig bleibt für ihn klar: Die Qualität der Fragen entscheidet über die Qualität der Ergebnisse. Nicht jede Antwort von ChatGPT und Co ist automatisch richtig.
„Das Studium hat meine Perspektive auf den Arbeitsmarkt verändert und mich ermutigt, selbst Initiative zu ergreifen, um meine eigenen Unternehmen zu gründen.“
Erinnerungen, die bleiben und ein Netzwerk, das trägt
Rückblickend war für Bernhard vor allem das Umfeld prägend. Aus Mitstudierenden wurden Freund*innen, aus Kontakten entstand ein belastbares Netzwerk, das bis heute relevant ist.
„Rückblickend waren das Bachelor- und Masterstudium eine tolle Zeit. Ich habe viele großartige Leute mit gleichen oder ähnlichen Zielen kennenlernen dürfen, von denen viele bis heute gute Freund*innen sind.“
Ein besonderes Kapitel war das Welcome Weekend. Es legte früh den Grundstein für Zusammenhalt im Jahrgang und Beziehungen, die über das Studium hinaus Bestand haben.
Sein Tipp an Interessent*innen: Komfortzone verlassen
Wenn Bernhard einen Rat gibt, dann ist er klar: Wachstum passiert selten in der Komfortzone.