Forschung, Ausbildung und Kooperationen stärken seit drei Jahrzehnten den Wirtschaftsstandort Steiermark.
Seit drei Jahrzehnten leistet die FH CAMPUS 02 einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Steiermark. Mit praxisnaher Ausbildung, angewandter Forschung und enger Zusammenarbeit mit Unternehmen hat sich die Hochschule zu einer zentralen Partnerin der regionalen Wirtschaft entwickelt. Mehr als 7.400 Absolvent*innen, zahlreiche Forschungsprojekte und vielfältige Kooperationen mit Unternehmen tragen dazu bei, Innovationen voranzutreiben und Fach- und Führungskräfte auszubilden. Damit stärkt die Hochschule nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
Von der Idee zur Wertschöpfung: Forschung und Entwicklung an der FH CAMPUS 02
Forschung und Entwicklung an der FH CAMPUS 02 folgt einem klaren Prinzip: Von der Idee zur Wertschöpfung. Wissenschaftliche Methoden werden mit konkreten Herausforderungen aus der Praxis verbunden, um gemeinsam mit Unternehmen neue Technologien, Geschäftsmodelle und marktorientierte Lösungen zu entwickeln.
Die Forschungsaktivitäten orientieren sich dabei an zentralen Themen moderner Organisationen – darunter Digitalisierung, Automatisierung, Datenanalyse, Innovationsmanagement sowie Marketing- und Vertriebsstrategien. Charakteristisch für die Forschung an der FH CAMPUS 02 ist der hohe Praxisbezug.
„Unsere Forschung ist konsequent an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet und beschäftigt sich mit neuen Technologien oder innovativen Geschäftsmodellen. Gemeinsam mit Unternehmen entwickeln wir Lösungen, die wissenschaftlich fundiert sind und gleichzeitig unmittelbar in der Praxis wirken“,
betont Kristina Edlinger-Ploder, Rektorin der FH CAMPUS 02.
Beispiele aus Forschungsprojekten
Die Bandbreite der Forschungsprojekte zeigt sich besonders deutlich in konkreten Kooperationen mit Unternehmen – von internationalen Industriebetrieben bis hin zu innovativen KMU. So arbeitet die FH CAMPUS 02 beispielsweise gemeinsam mit AVL List GmbH im Projekt KIA an den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Geschäftsmodelle der Automobilindustrie.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit mit der Hochschule. Ein Beispiel dafür ist der Chicken Watcher, ein Kooperationsprojekt mit dem Unternehmen novu.track GmbH. Das System ermöglicht ein vollautomatisches Gesundheitsmonitoring von Hühnern durch Gewichtsmessungen und 360-Grad-Fotoaufnahmen. Die FH CAMPUS 02 unterstützt das Unternehmen bei der Identifikation von Optimierungspotenzialen sowie bei der elektromechanischen Weiterentwicklung des Geräts.
Im Projekt PV Swarm wird etwa an einer verbesserten Fehleridentifikation in Photovoltaiksystemen gearbeitet, um Wartung und Fernwartung großer PV-Anlagen effizienter zu gestalten.
Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit mit AKG Plastics GmbH in Wildon, bei der die Hochschule das Unternehmen bei der Weiterentwicklung seiner Vertriebsplanung und Controlling-Prozesse unterstützt.
Forschung mit internationaler Sichtbarkeit
Ein besonderer Meilenstein in der Forschungsentwicklung ist das Josef-Ressel-Zentrum für Plattformen und Digitale Ökosysteme, das an der FH CAMPUS 02 am Department Marketing & Sales eröffnet wurde. In diesem Forschungszentrum untersuchen Forschende gemeinsam mit Unternehmenspartnern (Raiffeisenlandesbank Steiermark, Energie Steiermark, K1 Group) die wirtschaftlichen Dynamiken digitaler Plattformen und deren Bedeutung für Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsnetzwerke.
Fach- und Führungskräfte für die Wirtschaft: Ausbildung mit Wirkung an der FH CAMPUS 02
Wissenstransfer zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft
Die Ergebnisse aus Forschungsprojekten fließen nicht nur direkt in Unternehmen, sondern auch in die Lehre ein. Dadurch profitieren Studierende von aktuellen Entwicklungen aus der Praxis, während Unternehmen Zugang zu neuestem wissenschaftlichen Know-how erhalten. Ein wesentliches Merkmal der Hochschule ist die konsequent praxisnahe Ausrichtung: Studierende verbinden theoretisches Wissen mit konkreten Anwendungen in Projekten, Unternehmenskooperationen und praxisorientierter Lehre. Genau darin spiegelt sich auch das Leitmotiv der FH CAMPUS 02 wider: „Wo aus Wissen Können wird.“
Viele Studierende bringen bereits während des Studiums berufliche Erfahrung ein: 75 Prozent der Studienplätze werden berufsbegleitend oder dual angeboten. Dadurch entsteht ein intensiver Austausch zwischen Studium und Praxis, von dem sowohl Studierende als auch Unternehmen profitieren.
Starke Arbeitsmarktposition der Absolvent*innen
Die Wirkung der Ausbildung zeigt sich auch in den Arbeitsmarktdaten der Absolvent*innen. Auswertungen des Absolvent*innen-Trackings von Statistik Austria zeigen, dass die Erwerbsquote drei Jahre nach Studienabschluss in nahezu allen Studienprogrammen bei 91 Prozent oder darüber liegt. In anderen vergleichbaren Studien liegt die Erwerbsquote drei Jahre nach Studienabschluss bei 81-82 Prozent. Dies ist ein Beleg dafür, dass Studierende der FH CAMPUS 02 schneller im Beruf Fuß fassen.
Kompetenzen, die Unternehmen brauchen
Eine Arbeitgeberbefragung der FH CAMPUS 02 bestätigt die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung: 96,5 Prozent der befragten Arbeitgeber bestätigen die fachlichen Kompetenzen der Absolvent*innen, 96,7 Prozent sehen sie in der Lage, die Digitalisierung im Unternehmen aktiv zu unterstützen. 97,8 Prozent attestieren unternehmerisches Handeln, 98,9 Prozent eine ausgeprägte Lösungsorientierung. Gleichzeitig steigt der Anteil der Absolvent*innen mit Führungsverantwortung laut der Befragung von 22 auf 44 Prozent.
Unternehmerisches Denken und Innovation
Im internationalen Vergleich zeigt sich die unternehmerische Wirkung der Ausbildung: Im Entrepreneurial Impact Ranking 2025 zählt die FH CAMPUS 02 zu den Top 20 Hochschulen im deutschsprachigen Raum im Bereich Deep-Tech-Startups pro Studierende und ist damit die einzige österreichische Fachhochschule in dieser Spitzengruppe.
„Wo aus Wissen Können wird, ist unser Leitspruch. Und genau das vermitteln wir: Wissen, Können, Anwendungsorientierung. Was unsere Studierenden am Wochenende bei uns lernen, können sie ab Montag in ihren Betrieben einsetzen. Das macht die Unternehmen stark und zukunftsfit“,
betont Erich Brugger, Geschäftsführer der FH CAMPUS 02.
Wissensmotor für die Region: Wie Hochschulen den Wirtschaftsstandort Steiermark stärken
Hochschulen sichern die Fach- und Führungskräfte von morgen
Eine aktuelle Analyse des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der Wirtschaftskammer Steiermark, erstellt im Auftrag der FH CAMPUS 02, zeigt die zentrale Bedeutung der Hochschulen für den Wirtschaftsstandort Steiermark. Mehr als 64.200 Studierende sind aktuell an den neun steirischen Hochschulen inskribiert und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualifizierung der Fachkräfte von morgen.
Auch die langfristige Entwicklung unterstreicht diese Dynamik: Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Studierenden in der Steiermark um rund 14 Prozent gestiegen – ein klares Zeichen für die anhaltende Attraktivität des Hochschulstandorts und seine wachsende Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Hochschulen als Arbeitgeber*in und wirtschaftlicher Impulsgeber*innen
Neben ihrer Rolle als Bildungsinstitutionen sind Hochschulen auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Insgesamt beschäftigen die steirischen Hochschulen mehr als 15.400 Menschen und zählen damit zu den größten Arbeitgeber*innen im Bundesland.
Darüber hinaus entstehen durch Forschung, Kooperationen mit Unternehmen und praxisnahe Projekte kontinuierlich neue Innovationsimpulse für den Wirtschaftsstandort. Hochschulen wirken damit weit über ihre Rolle als Ausbildungsstätten hinaus und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik und zur langfristigen Standortentwicklung bei.
„Der Hochschulstandort Steiermark ist ein zentraler Erfolgsfaktor für unsere Wirtschaft. Hochschulen sichern nicht nur die Ausbildung qualifizierter Fach- und Führungskräfte, sondern schaffen auch Innovationsimpulse und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Einrichtungen wie die FH CAMPUS 02 leisten hier einen besonders wichtigen Beitrag, weil sie akademische Ausbildung eng mit den Bedürfnissen der Wirtschaft verbinden und damit nachhaltig zur Entwicklung des Standorts beitragen“,
betont Karl-Heinz Dernoscheg, Direktor der WKO Steiermark.
Damit wird deutlich: Hochschulen sind weit mehr als Bildungsinstitutionen. Sie sind zentrale Partner*innen der Wirtschaft – und ein entscheidender Motor für die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Steiermark.
Hinweis: Die FH CAMPUS 02 ist am 15. und 16. April Austragungsort des Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Nähere Infos here..